ACAD&C ist eine performative Agentur, die von einem offenen Künstler*innen-Kollektiv betrieben wird. Sie wurde im Jahr 2015 in Kassel/Deutschland gegründet. Sie ist eine hybride Form aus Infrastruktur und Kunstwerk, welche ein Netzwerk aus Unterstützer*innen und eine Plattform für Networking bereit stellt, um Projekte zu diskutieren und Zusammenarbeit zu fördern. Auf diese Weise sind Künstler*innen und Professionelle benachbarter Metiers, vor allem solche, die mit ephemere Kunst arbeiten, in der Lage, durch den Gebrauch von Online- und Offlineforen der Agentur, Erfahrungen zu teilen. Die Verwaltungsaufgaben der Agentur werden vom Management-Team als Teil seiner Performativität übernommen. Performativität ist das elementare Werkzeug von ACAD&C - als Reaktion auf die Imperative der Selbstvermarktung und Selbstinszenierung wird jede Handlung zur Performance und damit zum eigenen künstlerischen Mittel erklärt.

ACAD&C performt Diskurs und inszeniert eine Machtposition, um Aufmerksamkeit und Reputation für sich und ihre Mitglieder zu beanspruchen, indem sie sich die Ästhetik des Kapitalismus nutzbar macht. Die ausbeuterischen Strukturen der Kunstwelt umarmend, fordert die Agentur Konzepte von Künstler*innen und Institutionen der Kunstwelt durch Postercampagnen, temporäre Büroräume, Publikationen, Social-Media-Erzählungen und Meetings heraus. Ansätze zum Diskurs und der Rezeption von Kunst werden mit Körperlichkeit verhandelt, wie bereits in in einem Vermittlungsprogramm, welches das Lecken von Kunstwerken beinhaltete, oder bei einer Diskussionsrunde im Fußbad, demonstriert. Um diese Prozesse zu katalysieren, nutzt die Agentur die Vielzahl an Medien, mit denen ihre Mitglieder arbeiten.